Die Technik

Im Bereich der Industrie wird Dampf schon bereits seit mehr als 60 Jahren zur Reinigung eingesetzt.
Hochgradig mit Öl und Dreck verschmutzte Motoren erstrahlen nach einer Motorwäsche wieder in neuem Glanz.

 

Ein solches Leistungspotenzial muss man doch auch für Wohnung und Haushalt nutzen können, dachten sich findige Hersteller.
Inzwischen steht seit mehr als 15 Jahren ein großer Teil der deutschen Haushalte unter Dampf.
Mit immer kleineren elektronischen und mechanischen Bauteilen hielt das Prinzip des Reinigens mit Dampf auch Einzug in die privaten Haushalte und bei Heimwerkern.
Mit speziellen Systemen und individuell auf den Zweck abgestimmte Aufsätzen und Bauteilen werden Dampfreiniger beim Heimwerken, bei der Autopflege und im Außenbereich eingesetzt.

Das Funktionsprinzip

Die Effizienz eines Dampfreinigers ist von der Kombination dreier Faktoren abhängig.

 

Hitze – Dampf – Druck

 

Innerhalb des Dampfreinigers ist ein geschlossener Wassertank verbaut, in dem das Wasser auf mehr als 100° erhitzt wird.
Da Wasserdampf (gasförmig) ein größeres Volumen besitzt als Wasser (flüssig) entsteht innerhalb des Behälters ein hoher Druck, der bestrebt ist, nach außen zu dringen.

 

Je nach Gerät und Leistungsstufe können bis zu 4 bar Druck erzeugt werden.
Der Dampf wird mit hohem Druck durch ein Leitungssystem bis zur Austrittsdüse geleitet.
Die beschleunigten heißen Dampfpartikel treffen dann auf die verschmutzte Oberfläche und dringen bis in die feinsten Poren, wobei die Schmutzpartikel ohne große Kraftanstrengung von der Fläche gelöst werden.

 

Premium-Geräte sind in der Lage den Wasserdampf mit einem Tempo von bis zu 180km/h zu beschleunigen und auf die Fläche treffen zu lassen.
Bei dieser Kraft sind die Überlebenschancen für Schmutz gleich Null.
Fachleute bezeichnen dieses Ergebnis als Tiefenhygiene.

Der Alleskönner

Egal ob du den Fußboden, die Küche, das Bad, die Fenster, das Auto oder Polstermöbel wieder picobello sauber haben möchtest – der Dampfreiniger ist für beinahe alle Aufgaben gewappnet. Möglich werden die universellen Einsatzmöglichkeiten durch ein großes Angebot an unterschiedlichen Düsen und Aufsätzen.

 

Sein Talent zur tiefen-hygienischen Sauberkeit entfaltet der Dampfreiniger am besten in deiner Küche und dem Badezimmer.
Mit enormer Zeitersparnis lassen sich gekachelte Flächen, Silikonfugen und die Bad-Keramik von Belägen und Ablagerungen befreien.

 

In ihrer Küche ist der Dampfreiniger kaum noch zu bremsen, schier unerschöpflich scheinen seine Kräfte für ein neues Zeitalter in der Küchenhygiene zu sorgen.
Mit diversen Aufsätzen entfernen Sie spielend Verkrustungen, Anhaftungen und anderen hartnäckigen Schmutz aus dem Backofen und vom Ceran-Kochfeld.
Durch die Abwesenheit jeglicher Reinigungsmittel hinterlässt Wasserdampf keinerlei Putzstreifen oder Schlieren – glänzende Zeiten für Edelstahlspülen, Dunstabzugshauben, Armaturen oder anderen Edelstahloberflächen.

Reinigen von Fußböden

Ob Sie Teppichboden, Fliesenboden oder einen Holzboden mit versiegelter Oberfläche ihr Eigen nennen – der Dampfreiniger ermöglicht ihnen eine effektive Reinigung.

 

Wichtig! Laminatböden und offenporige Holzböden sind für den Dampfreiniger ungeeignet. Der Wasserdampf dringt in das Holz oder in das Trägermaterial für das Furnier ein.

 

Aufgrund der Kapillarkraft der Holzfasern wird sehr viel Wasser aufgenommen und zerstört dadurch die Struktur.
Als Konsequenz hast du im schlimmsten Fall aufgequollene Laminat-Paneelen, irreversible Wasserflecken, hässliche Verfärbungen und enorme Wölbungen auf der Fläche.
In manchen Fällen ist der heiße Dampf sogar in der Lage verklebte Flächen zu trennen.
In Ausnahmefällen können Sie risikobehaftete Böden mit Dampfreinigern bearbeiten, deren Dampftemperatur und Dampfdruck minimiert werden können.
Im Zweifelsfall kann ihnen ein Fachmann für Bodenbeläge oder die Anleitung mit den Pflegehinweisen des Bodens weiterhelfen.

 

Tipp: Mit dem Dampfreiniger können Sie in Windeseile das Gefrierfach ihres Kühlschranks oder des Frosters enteisen. Zeitraubendes Abtauen ist Schnee von gestern.

Tipps zum Reinigen

Befüllen Sie den Wasserbehälter nur zu maximal 75% bzw. drei vierteln.
Wie eingangs beschrieben, wird in dem Wassertank das Wasser auf mehr als 100°C erhitzt, damit es in Form von Dampf austreten kann.
Ein komplett gefüllter Tank lässt zur Bildung von Dampf nicht ausreichend Freiraum.
In der Folge gelangt anstatt des heißen Dampfs, nur Wasser an die Austrittsdüse.

 

Nach der Nutzung sollten Sie den Wassertank vollständig leeren und ihn erst bei der nächsten Nutzung auffüllen.
Immer frisches Wasser in den Wasserbehälter geben.
Nutzen Sie ihren  Dampfreiniger selten, dann können sich im Restwasser des Tanks Bakterien bilden, die beim nächsten Hausputz in ihrem Wohnumfeld verteilt werden.

 

Wohnen Sie in einem Gebiet, dessen Wasser stark kalkhaltig ist, stellen Sie sich mit destilliertem Wasser besser.
Starke Hitze begünstigt die Bildung von Kalkablagerungen – dadurch kann ihr Gerät Schaden nehmen.
Für kleines Geld ist destilliertes Wasser in Bau- oder Drogeriemärkten erhältlich. oder Sie nehmen das Wasser aus ihrem Trockner. (Trockner – voller Wasserbehälter)

 

Aus hygienischen Gründen sollten Sie den Mikrofaseraufsatz nach jeder Nutzung waschen.
Aber auch während des Putzens ist – je nach Arbeitspensum – ein mehrmaliger Wechsel des Putzbezugs ratsam.
Die Absorbationskapazität der Mikrofaser stößt irgendwann an ihre Grenzen, denn sind die Fasern erst mal gesättigt, wird der Schmutz nicht mehr aufgenommen, sondern nur noch gleichmäßig verschmiert.
Das Ergebnis ist ein Boden mit Putzstreifen und einem klebrig-schmierigen Oberflächenbelag.

Vorteile des Dampfreinigers

Mit einem Dampfreiniger besitzen Sie einen praktischen Allrounder, der bis auf wenige Ausnahmen universell in allen Bereichen der Wohnung für porentiefe Reinheit sorgt.
Egal welche Untergründe – große Areale oder kleinste Flächen – der Dampfreiniger ist permanent mit voller Leistung am Start.
Beim Dampfreinigen können Sie völlig auf chemische Zusätze verzichten, denn Sie arbeiten in erster Linie ausschließlich mit heißem Wasser.
Das hilft ihnen Geld zu sparen und die Umwelt zu entlasten. Nur in puncto Energieeffizienz sind sich die Fachleute noch nicht ganz einig.

 

Physiker sprechen vor einer großen Wasserersparnis und rechnen vor, dass aus nur einem Liter Wasser immerhin 1670 Liter Dampf erzeugt werden können.
Das ist allemal genug um damit eine Bodenfläche, abhängig vom Bodenbelag, zwischen 50 und 60 m² zu reinigen.
Ökonomen halten dagegen. Je nach Arbeitsaufwand kann der Strombedarf, der zur Erhitzung des Wassers nötig ist, den Einspareffekt wieder ausgleichen.

 

Interessant für Sie ist jedenfalls die Tatsache, dass alle Flächen frei von Putzstreifen bzw. Kalkablagerungen bleiben und Sie lediglich beim Fensterputzen ein Tuch zum Nachpolieren benötigen.

 

Einen Dampfreiniger können Sie leicht handhaben und das kräftezehrende schrubben, bürsten und wischen bleibt ihnen erspart.
Beim Blick auf die durchschnittlichen Preise zwischen 49 und 170 Euro müssen Sie eigentlich nicht lange grübeln, ob sich ein solcher Tausendsassa für Sie lohnt.