Das haben Sie früher alles schon viel schneller gesehen.
Jede Wanderdüne scheint schneller zu sein als dein Rechner. Dabei war ihr Computer bei der ersten Inbetriebnahme noch so schnell wie ein Eichhörnchen und inzwischen ist er eine lahme Schnecke.

Ein Grund für diesen Beitrag ist der 12.Februar 2018 – er steht unter dem Motto:

REINIGE-DEINEN-COMPUTER-TAG !

Festplatte

 

 

Dieser “Reinige-deinen-Computer-Tag 2018“  soll die Frage klären,

warum eine Innenreinigung oder ein Aufräumen im Inneren deines Rechners nur Gutes mit sich bringt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Langsamer Start

Um zu verstehen,  warum der Rechner langsam geworden ist, muss man die Arbeitsabläufe des Computers beim Start verstehen.

Bei der ersten Nutzung ist ihr PC noch jungfräulich – die Festplatte ist nahezu leer – Fotos, Videos oder Musikdateien sind noch nicht vorhanden und es sind  ausschließlich vom Hersteller geladene Tools und nur die nötigsten Programme installiert.

Im Laufe der Zeit ändert sich dieser Zustand gravierend.
Eine prall gefüllte Festplatte und einige zusätzlich geladene Programme lassen ihren PC erlahmen und machen einen zügigen Start unmöglich.

Grund dafür ist, dass ihr PC beim Start erst einmal alles booted und liest, was in ihm gespeichert ist.
Dazu gehören Auto-Start-Programme und der Inhalt ihrer Festplatte.

Widmen wir uns zunächst dem Auto-Start-Menü – hier sammeln sich mit der Zeit zusätzlich zu den werksseitig installierten Programmen noch weitere zeitfressende Programme,
von deren Existenz Sie gar nichts wissen.
Jedes Mal, wenn Sie ihr Betriebssystem starten, sind sie mit von der Partie.
Was im Einzelnen mitstarten soll, können Sie aber selbst bestimmen.

 

Startmenü bereinigen

Um ihnen einen Überblick über die unerwünschten Programme zu verschaffen und sie gegebenenfalls zu entfernen, gehen Sie wie folgt vor.

  1. Im Suchfeld des Startmenüs geben Sie den Begriff “msconfig“ ein.
  2. Systemkonfiguration starten und mit einem Doppelklick die “mscongig.exe-Datei“ öffnen
  3. Jetzt zur Registerkarte “Systemstart“ wechseln.
  4. Vor ihnen erscheint ein Schema mit quadratischen Kästchen, in denen Sie die Anwendungen entfernen können, die Sie nicht benötigen. Durch das Entfernen der Häkchen sorgen Sie dafür, dass diese beim nächsten Start nicht mehr mit dem Betriebssystem gestartet werden
  5. Ihre vorgenommenen Änderungen werden allerdings erst dann wirksam, wenn Sie anschließend ihren PC neu starten.

Dieses Beispiel bezieht sich auf das Betriebssystem Windows 8 bzw. 8.1,  neuere und ältere Systeme unterscheiden sich von dieser Vorgehensweise nur geringfügig.

 

Prall gefüllte Festplatte


Ist ihre Festplatte zu voll, bremst sie die Computerleistung aus.
Das Besondere daran ist, dass die Festplatte sogar dann noch Speicherplatz beansprucht, wenn Sie schon einige Daten gelöscht haben oder löschen möchten.
Das hört sich widersprüchlich an, ist aber erklärbar.

Dazu stellen Sie sich ihren gesamten Kleiderbestand zusammen mit allen Schuhen und Handtaschen vor, die Sie aktuell besitzen.
Unterstellen wir außerdem, dass Sie zu den Glücklichen zählen, die sich den Luxus eines begehbaren Kleiderschranks leisten können, indem alles Tragbare untergebracht ist.

Dieser Kleiderschrank ist nun ihre Festplatte, in der alle ihre Outfits gespeichert sind. Nun – was passiert in diesem Schrank?

Zuerst ist er leider leer oder nur spärlich gefüllt. Doch wenn die ersten Lieferungen vom online-Schuhhändler eintreffen und die ganzen Shopping-Trophäen dazu kommen, füllt sich allmählich der Schrank.
Irgendwann ist auch der Platz in jedem, noch so üppig bemessenem Kleiderschrank aufgebraucht und Sie müssen ausmisten.

Kostüme, Kleider, Jeans, Schuhe mitsamt Karton und eventuell noch die eine oder andere Handtasche müssen daran glauben. 
Und was passiert dann? – Richtig, die leeren Kleiderbügel nehmen Sie von der Stange herunter und schieben alle restlichen Kleider zusammen.
Die Lücken der entfernten Schuhkartons füllen Sie wieder, indem Sie sie zusammenschieben und den Platz für die Handtaschen stellen Sie den T-Shirts zur Verfügung. 
Kurzum, alles ist zusammengestaucht und es ist wieder Platz für Neues.

Ähnlich funktioniert auch ihre Festplatte – nur mit dem gravierenden Unterschied, dass hier an allen Stellen, an denen Daten gelöscht werden, der Speicherort (Kleiderbügel) als unbesetzte Lücke bestehen bleibt.
Beim Start liest der PC nicht nur die vorhanden Daten, sondern auch die Lücken.
Er muss sozusagen zwischen ihnen hin und her springen und Reste von gelöschten Dateien mitlesen.
Das ist ein zeitraubender Akt, der  lange Wartezeiten verursacht.

Damit Sie das Prinzip “Kleiderschrank“ auf die Festplatte übertragen können, muss diese defragmentiert werden. D.h. restliche Fragmente, also Überbleibsel und verwaister Platz werden entfernt, so dass alle übrigen Dateien lückenlos gespeichert bleiben.

Gelöschte Dateien werden nach dem Defragmentieren im Papierkorb gespeichert. Diesen sollten Sie also nach diesem Prozess unbedingt leeren.

Das Defragmentieren sollten Sie bei häufiger Nutzung mindestens einmal im Monat durchführen.

 

Schreckgespenst: "Schädliche Viren"

Häufiges surfen und das Herunterladen von Bildern, Videos, Musik, Tools oder Programmen sind die Hauptursache für unerwünschte Viren.
Dabei führen nicht alle Viren zum plötzlichen Computertod. Die meisten Viren führen ein eher unauffälliges Leben im Hintergrund ihres Rechners und spionieren im Verborgenen.
Auch sie sind für ihren hinkenden PC verantwortlich. Um sich dieser Viren – auch als Malware bekannt – zu entledigen, gibt es Virenschutzprogramme, die durch einen sogenannten Virenscan die Schädlinge entlarven und entfernen.

Das Internet ist gespickt voll mit kostenlosen Virenscannern aller Couleur.
Doch Vorsicht bevor Sie sich ein Antivirenprogramm herunterladen, sollten Sie sicher gehen, dass es sich um vertrauensvolle Quellen bzw. Anbieter handelt.
Um sicherzugehen, dass durch den Download nicht noch viel schlimmere Viren huckepack gleich mit auf ihrem Rechner landen, helfen Erfahrungsberichte anderer User weiter.

 

Re-Boot tut gut

Eine alte, nicht zu unterschätzende Weisheit bringt ihrenPC wieder in die richtige Form.
Gehören Sie auch zu denen, die ihren Laptop nach der Nutzung nur schlafen legen – d.h. zuklappen und bei der nächsten Sitzung wieder ganz normal weiter arbeiten?
Dann sollten Sie dieses Verhalten ändern.
Denn mindestens einmal wöchentlich müssten Sie den Rechner komplett herunterfahren und bei der nächsten Nutzung wieder hochfahren.

Bei diesem Vorgang ordnet sich der Computer selbsttätig und befreit sich von unnötigem Datensalat.

 

Alte Betriebssysteme

Mit den Computern ist es ‚leider‘ wie mit uns Menschen – im Alter ist man nun mal kein Sprinter mehr. Doch gesunde Ernährung, Sport und ein flexibler Geist wirken wie kleine Verjüngungskuren.

Beim PC hören Verjüngungskuren auf die netten Namen Updates und Treiberaktualisierung. 
Um ihrem Rechner ein Anti-Aging zu verpassen sollten Sie ihn regelmäßig nach Updates suchen lassen. Selbiges gilt für die Treiber.

Jedes Programm im Computer besitzt einen eigenen Treiber, der als Vermittler zwischen der Hardware und dem Betriebssystem fungiert.
Nach einigen Monaten oder Jahren sind diese Treiber veraltet und machen nicht mehr in der gewohnten Weise ihren Job. 
Zu ihnen zählen Drucker, Grafikkarten und WLAN-Router. 
In manchen Fällen verfügen Rechner über ein automatisches Update-System, welches veraltete Treiber aufspürt und durch neue ersetzt.
Da dies in ihrem PC keine Selbstverständlichkeit ist, müssen Sie selbst herausfinden, welche Treiber der Aktualisierung bedürfen.
Ein gutes Hilfsmittel zur Treiber-Aktualisierung ist der “Driver Booster“, der für Sie diese heikle Aufgabe gerne erledigt.
Die aktuellste Version können Sie  im Netz finden und herunterladen.

 

Dem PC wird´s zu heiß

Manchmal geht es heiß her. Bei hoher Rechenleistung können Computer heiß werden. Oft kündigt sich dies durch eine gesteigerte Lautstärke des PC´s an.
Laute Lüftergeräusche und starke Hitze bremsen die Leistungsfähigkeit ihres Rechners.

Sie sollten die Zugänge des Lüfters immer offen halten. Wenn Sie mit ihrem Laptop im Bett gemütlich chillen, dann können Kissen, Bettdecken und andere Textilien schnell die Ansaugöffnungen verdecken und eine Überhitzung auslösen.

Bestenfalls besitzt ihr Rechner eine “Shut-down-Funktion“ und schaltet sich kurz vor dem Hitzetod aus. Ohne eine solche Sicherung quittiert er den Dienst.

Vorbeugend kannst du zwischendurch einen Blick in die Lüfteröffnungen werfen und die Gitter von Flusen, Fasern, Staub und Haaren befreien.

 

Langsamer Start des Browsers

Der Start ihres Rechners beschränkt sich nicht nur auf das Betriebssystem – auch ihr Browser kann mit einer quälend langen Wartezeit ihre Geduld beanspruchen.

Grund für dieses Verhalten können “Plugins“ und  „Add ons“ sein.
Die sind nette kleine Extras, die ihnen von Browser-Anbietern wie z.B. Mozilla Firefox, Google Chrome, Opera, Safari oder dem klassischen Internet Explorer von Microsoft als Verstärkung für ihre Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden.

Mit diesen Werkzeugen können Sie Filme herunterladen, werbefrei im Netz surfen, Screenshots erstellen und vieles mehr.  Doch auch diese zusätzlichen Helfer werden alle beim Startvorgang berücksichtigt und lassen bis zum Erscheinen der Startseite einige Zeit verstreichen.

Um einen schnelleren Start zu realisieren, öffnen Sie das Menü ihres Browsers, suchen hier nach den angedockten Plugins und löschen alles, von dem Sie glauben, dass es unwichtig ist.

Ab dann ist der Browser von unnötigem Ballast befreit und sollte wieder zügig starten.

 

Letzte Hoffnung - neues Betriebssystem

Wenn alle bisherigen Ratschläge nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, dann ist die Neu-Installation des Betriebssystems erforderlich.
Dazu benötigen Sie die Installations-CD, die beim Kauf des Rechners der Verpackung beilag oder den entsprechenden Betriebscode.

 

Tabula Rasa an ihrem PC

Da sich bei einer Neu-Installation des Betriebssystems alle Daten verabschieden, müssen Sie den gesamten Inhalt ihrer Festplatte und evtl. die Lesezeichen des Browsers importieren und  auf einer externen Festplatte speichern.
Ist das Betriebssystem erneut installiert, können Sie alle Daten erneut aufspielen und arbeiten wieder mit einem “neuen System“.

Damit gehören die Startprobleme bis auf weiteres der Vergangenheit an.

Extratipp: Wenn Sie einen Miele-Staubsauger bzw. einen Staubsauger mit einem Anschluss von 35mm Durchmesser haben, haben wir ein tolles Micro-Set im Sortiment, mit dem man ganz einfach kleine Gegenstände wie z.B. Tastaturen absaugen/reinigen kann.

 

Zusammenfassung

Mit der Beachtung dieser Punkte bleibt ihr PC fit wie ein Turnschuh

  • Einmal täglich aber mindestens mindestens einmal pro Woche sollten Sie ihren Rechner re-booten – d.h. einen Neustart durchführen.
  • Sorgen Sie dafür, dass beim Hochfahren nur die wichtigsten Programme gestartet werden dazu Auto-Star-Menü prüfen.
  • Verzichten Sie darauf zeitgleich mehrere Sicherheitsprogramme auszuführen.
  • Programm immer auf dem neuesten Stand halten und regelmäßig aktualisieren.
  • Festplatte nicht zu voll laden. Regelmäßig unnützes Zeug löschen und evtl. ihre Daten auf einer externen Festplatte speichern.
  • Viren-Scan-Programme einsetzen wie z.B. Total AV, Avira, Avast, McAfee, Norton, Kaspersky und viele mehr.
  • Temporäre und unerwünschte Dateien sollten Sie entfernen. (Ccleaner ist dazu eine gute Alternative)
  • Wenn Sie nicht automatisch von windows dazu aufgefordert werden, sollten Sie ihr Betriebssystem regelmäßig aktualisieren und selbst nach Windows-Updates suchen.
  • Zum Erhalt der schnellen Startgeschwindigkeit sollten Sie die Festplatte mindestens einmal monatlich Defragmentieren.
  • Unnötige und unerwünschte Browser-Plugins und Add ons im Browser-Menü löschen, um ein zügiges Starttempo zu ermöglichen.
  • Lüfter nicht verdecken und regelmäßig reinigen.